„HEILAND steht für Spirituosen aus und mit Bier!“

Geschmacksneutral und pappig süß, das wollen wir doch alle nicht mehr. Für uns ist Liqueur eine unglaublich vielseitige Spirituose. Liqueure sind schön angenehm und weich am Gaumen und erzeugen, richtig gemacht, dennoch eine facettenreiche Geschmacksexplosion auf der Zunge. Hochwertige Zutaten, eine feinfühlige Rezeptur und kreative Ideen – unserer Meinung nach formen diese Komponenten eine moderne Spirituosen.



Das Treibt mich an

Mein Leben lang stand im Fokus, dass ich auf einen soliden Beruf hinarbeite. Nach der Schule ging es also auf die Uni und mit dem Elektro- und Informationstechnik Studium war ich also auf einem guten Weg. Eine ganz bestimmte Sache hat alles verändert: Wir hatten ein Produkt entwickelt! Und zwar ein richtig gelungenes, das mich selbst zu mehr als 100% überzeugt und das ich selbst auch konsumiere. Gleichzeitig hatte ich die Möglichkeit gefunden, meine Hingabe für Handwerkliches und Handgemachtes auszuleben. Das Arbeiten mit Rohstoffen, Geschmack und Design erfüllt mich. Das ist auch der Grund warum ich nie einem Rat gefolgt bin, dass ich unsere Produktion mittels Aromastoffen einfacher und günstiger gestalten soll. Das bin ich nicht und möchte ich auch nicht sein, weil ich nicht geboren wurde um für Geld Spirituosen zu machen (bin ja nicht umsonst Elektrotechniker!). Mich treibt ausschließlich die Leidenschaft zum Produkt, dem Manufaktur-Dasein an, sowie die Leidenschaft für guten Geschmack. Klar möchte ich davon leben können, aber nur so wie es meiner Philosophie entspricht:

100% ehrlich und echt!



Doppelbock-Rum-Liqueur mit echter Bourbon Vanille


„HEILAND ist dunkel, tiefgründig und angenehm weich. Er schmeckt malzig-schokoladig und ist weder anstrengend scharf wie so mancher Schnaps, noch ist er wie vielleicht erwartet, süß und aufdringlich oder gar angepasst geschmacksneutral. Er schmeckt kein Bisschen wie ein typischer Likör, sondern entpuppt sich vielmehr als erfreuliche Geschmacksexplosion wie ein guter Sherry oder Portwein, bei dem man sich mit jedem Schluck auf einen anderen Geschmack konzentrieren und freuen kann!“




Wie alles begann – die ganze Story

Heiland Liqueur Foto © Gert Krautbauer, www.krautbauer.net

Aller Ursprung war in München, weshalb wir uns durchaus auch als Manufaktur aus München sehen. In der Pop-Up Bar Gamsei arbeitete ich als Aushilfe. Ich studierte zu dieser Zeit in München Elektro- und Informationstechnik und jobbte nebenbei als Nachhilfelehrer und in einem Ingenieurbüro.

Als ich eines Abends nach einer Bar suchte, in der das Fußballspiel der Bayern übertragen wird, stieß ich auf das Gamsei, einem erstmal seltsamen Ort, weil anders. So eine Bar gab es in München kein zweites mal. Showküche und Tribünen links und rechts. Eine Art Cocktail Manufaktur in München wie ich rausfinden sollte. Drinnen lief das Spiel und die Barkeeper erklärten das Konzept des Gamsei: Regionale und heimische Zutaten für Drinks. Geil, wie ich fand und finde! Da ich ja aus der Hallertau bin, habe ich erstmal gefragt, ob Sie Hopfen für Ihre Cocktails und Drinks verarbeiten. Sie verneinten und so kam es zu einer coolen Kooperation.

Ich versorgte die Jungs mit Hopfenprodukten und im Gegenzug war ich ein Freund des Hauses geworden und wurde gerne eingeladen. Irgendwann haben wir die Kooperation ausgebaut und ich wurde Aushilfe am Wochenende. Ein super spannende Erfahrung war das. Die Jungs haben Spirituosen einfach anders wahrgenommen als ich das bisher kennen gelernt habe. Es ging um Geschmack, Nuancen, Qualität und Vielfalt. Ich habe einen ganz anderen Zugang zu diesem Thema bekommen und bin in eine neue Welt eingetaucht.

Die Jungs aus dem Gamsei waren übrigens nicht irgendwelche Leute. Bei Matthew Bax arbeitet nicht irgendwer. Matthew hat Kunst studiert und betreibt Barprojekte sozusagen als Kunstobjekte. 2010 und 2011 hatte er mit der Bar „Der Raum“ in Melbourne zweimal nacheinander die beste Bar der Welt inne. Man hat sich also auf den Job bei Matthew beworben und genommen wurden prämierte Barkeeper und Sommeliers. Vor diesem Hintergrund war es doch eine große Ehre für mich diesem Team beizuwohnen, so ganz ohne Erfahrung, schließlich war mein Steckenpferd damals noch alleine die Elektrotechnik.

So viel zur Vorgeschichte, wie ich ins Gamsei kam. Jetzt beginnt auch der Ursprung von HEILAND. Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Abend. Na gut er hat auch viel verändert in meinem Leben. Wir hatten um 4Uhr morgens die Leute rausgeschmissen und zugesperrt und uns selbst noch mit einem Drink zusammengesetzt. Drink klingt übertrieben, für das was in meinem Glas war: es war unser hauseigener Biersirup. Wir haben ihn für diverse Cocktail verwendet, statt Zuckersirup. Während wir redeten habe ich genüsslich an meinem Sirup geschlürft. Pappsüß, aber verdammt malzig und lecker. Und während ich so schlürfte dachte ich mir, das als richtiger Drink wäre doch eine geile Sache. Und mit diesem Gedanken endete dann auch der Abend.

Am nächsten Tag habe ich dann erstmal recherchiert, was es in dieser Richtung schon gab und in der Woche drauf ging dann auch eine kleine Shopping Tour los und ich hab mich eingedeckt mit potentiellen Spirituosen. Leider war ich danach ziemlich ernüchtert, denn das hatte ich mir anders vorgestellt. Zu süß, zu alkoholisch, zu eindimensional im Geschmack und langweilig. Mein Enthusiasmus brach aber nicht ab und ich habe eine zweite Rechercherunde gestartet. Dieses mal ging es aber darum, es selbst herzustellen. Wie macht man Likör? Kochen, einlegen, aromatisieren und und und… Ich war soweit und hab einfach mal angefangen und einen ersten Versuch gestartet. Ich habe mir nach eigenem Ermessen ein paar Gewürze zugelegt, sowie Schnaps und Bier.

Meine eigene Küche in München war mir ein bisschen zu klein und so freuten sich meine Eltern über Besuch und eine malzig duftende Küche. Und was soll ich sagen: Das Ergebnis war nicht gut. Ich wollte es nicht wegschütten, darum hab ich nochmal Gewürze zur Hand genommen, ein wenig rumgekocht und ausprobiert. Und was soll ich sagen, es hat gewirkt. Außerdem hatte ich entschieden es mal eine Weile stehen zu lassen, in der Hoffnung, dass es ein bisschen runder wird. Und siehe da, einen Monat später hatte ich aus meiner Sicht einen recht beachtlichen Bierlikör gemacht.

Dieser Bierlikör war definitiv gut genug um ihn meinem Bruder und dessen Mitbewohner zu zeigen. Freude sah anders aus – denn es war Begeisterung! Wir saßen am Gärtnerplatz in München zusammen und hatten uns auf einen gemütlichen Abend getroffen. Natürlich kannten wir den Trend zu kleinen und eigenen Spirituosenmarken und so philosophierten wir über unsere eigene Bierlikör-Marke, denn diesen Geschmack gab es noch nicht – wahrlich etwas NEUES!

Wir haben beschlossen erstmal das Rezept zu perfektionieren und trafen uns fortan wöchentlich in der WG Küche in München zu Experimenten und Tastings. Wir waren sozusagen schon eine Mini-Manufaktur mitten in München. Die Lernkurve war anfangs katastrophal, weil jeder Versuch erst einmal reifen musste, bevor man ein Urteil treffen konnte. Unzählige Liter mussten wir leider vernichten, weil ungenießbar. Mit der Zeit wurden wir dann immer besser und besser und kamen dem Ziel immer näher.

Nach fünf Monaten trauten wir uns dann ein paar Bars in München anzusprechen und deren Meinungen einzuholen. Es gab durchweg positive Resonanz, was uns bestärkte weiterzumachen. Es war uns aber wichtig, die Anregungen der Barkeeper ins Produkt einzubauen. Es ging um den Feinschliff, Nuancen, die aus unserer Sicht eine gute von einer sehr guten Spirituose unterscheiden.

Nach ganzen sieben Monaten stand dann das finale Rezept, das auch heute noch Bestand hat. Der Ursprung unserer HEILAND Manufaktur liegt also in München, gleichzeitig aber auch in Nandlstadt (Hallertau). Ein handwerklich hergestelltes Produkt vom Land mit dem Geist der Großstadt.

Heiland Liqueur Foto © Gert Krautbauer, www.krautbauer.net